Sächsische Simulation von Antifaschismus

Als ich gestern Nachmittag per tweet erfuhr, dass die Sächsische NPD Landtagsfraktion von Polizisten aus dem Sitzungssaal des Landtags entfernt wurde, musste ich grinsen.

Als ich abends gelesen habe, warum das geschah, musste ich Kotzen!

Wenn man die NPD wegen dem menschenverachtenden Dreck, den sie als „Argumente“ verkauft aus dem Landtag schmeißt, dann sollte man drüber reden. Wenn man die NPD wegen der Leugnung der Shoa aus dem Landtag schmeißt, dann sollte man Applaudieren.

Wenn man die NPD wegen Kleidung, die „gegen die Würde des Hauses verstößt“ aus dem Landtag schmeißt, dann sollte man sich fragen, ob die Sachsen alle einen an  der Waffel haben!

Nur mal so, ganz unter uns, ganz hash hash eye to eye: Natürlich gibt es Kleidung, die Verboten gehört. Adiletten zum Beispiel. Haarige Männerfüße ohne Socken im Sommer: E-k-l-i-g!

Grenzdebiler Aktionismus

Aber zurück zum Thema: Abgeordnete mit dem Mitteln der Staatsgewalt aus eine Landtag zu vertreiben, weil sie Kleidung tragen, die einem nicht passt: wie grenzdebil ist das denn bitte?

Statt zu überlegen, wie man die Menschen, die den Virus der Dummheit aktiv entgegentreten unterstützen kann, verbietet man im Sächsischen Landtag Kleidung.

Statt sich zu überlegen, mit welchen Pädagogischen Mitteln man an sächsischen Schulen gegen die sich etablierende Hegemonie von Nazis vorgehen kann, verbietet man im Sächsischen Landtag Kleidung.

Statt damit aufzuhören, Manschen, die aktiv im Kampf gegen Naziverbrecher sind, mit verfassungsfeindlichen Mitteln wie Funkzellenabfragen pauschal zu kriminalisieren, verbietet man im Sächsischen Landtag Kleidung.

Selbsternannte Vollstrecker des Volkszorns

Mal so als Beispiel, wie sich das für mich aus BaWü Sicht darstellt. In Sachsen, z.B. im Muldentalkreis existiert  eine, Gesellschaftlich geduldete,  Hegemonie rechter Jugendkultur.

Die kulturellen Höhepunkte im Leben vieler „normaler“ Jugendlicher sind die Sonnenwendfeiern und die obligatorischen Geburtstagsfeiern alljährlich am 20. April, mit Konzerten unter dem Motto „Kraft durch Musik“. By The Way Alleine 2011 gab es alleine in dieser Gegend elf Nazi Konzerte!

Zum Kulturellen Leben, auch nicht rechter Jugendlicher dieses teils Sachsens  scheinen neben Zeltlagern auch Übergriffen gegen alle, die sich diesem rechten Mainstream widersetzen zu gehören.

Der „normale“ Jugendliche aus dem Muldentalkreis hat etwas gegen Ausländer und sich „undeutsch“ gebende  Deutsche, aber „rechts“ ist er, in seiner Selbstsicht,  in der Regel nicht.

Siehe dazu http://www.chronikle.org/

Sachsen: Nichts hören, nichts sehen, nichts denken

Statt gegen das Bilden nationalbefreiter Zonen vorzugehen verfolgt man in Sachsen Lieber Antifaschisten, Verlangt die Einhaltung strikt bekloppter Extremismus Klauseln in der Freien Jugendarbeit und verbietet im Sächsischen Landtag, Kleidung.

Und um es deutlich zu sagen: das Problem Sachsens besteht nicht darin, dass Nazis Thor-Steinar-Kleidung im Landtag tragen. Das eigentliche Problem Sachsens besteht auch nur Teilweise darin, dass die Nazis im Landtag sind.

Das eigentliche Problem Sachsens liegt in der Tatsache, dass es eine Landesregierung besitzt, der die Bildung national Befreiter Zonen schlicht am Arsch vorbei geht.

Das andere Problem Sachsens besteht darin, dass es eine Opposition besitzt, die nach dem Auftritt der Nazis in Thor-Steinar-Kleidung im Landtag blöde stammelt: „Es ist ja offensichtlich, dass ja gerade solche Auftritte dem Image Sachsens schaden.“

Der Depp macht sich Sorgen ums Image Sachsens!  Wer sich solche Leute zu Sprechern der Größten Sächsischen Oppositionspartei Wählt, sollte ans auswandern denken!

Abschließend:

Durch diese Sächsische Simulation von Antifaschismus, dieser Hilflose Aktionismus der inaktiven konnte sich die NPD erneut in das Bewusstsein der bundesdeutschen Öffentlichkeit bringen. Und das mit einer Wucht, die Atemberaubend ist! Und wie erreicht man das?  Man verbietet im Sächsischen Landtag Kleidung!

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