Keine Frau, Nirgends

Die Piratenpartei ist, vor der Katholischen Kirche, und gleichauf mit der NPD, die am stärksten Männlich geprägte Vereinigung in der BRD. Katholischen Kirche, NPD und Piratenpartei nehmen in ihren Reihen Frauen auf, an wichtigen Positionen sind sie aber (fast) unsichtbar.

Erklären lässt sich dies in der katholischen Kirche durch die Weisungen aus dem Vatikan und in der NPD durch die Ideologie, der angehangen wird.

In der Piratenpartei trifft weder das eine noch das andere zu. Hier geschieht der Ausschluss über unterschwelligen Maskulinismus[1].

Er prägt das Reden, Handeln und die Überzeugungen vieler „männlicher“ und mancher „weiblicher“ Mitglieder [2] der Piratenpartei.

…What’s wrong with the world, mama“

Dieser Maskulinismus nutzt die Phrase, dass die Piratenpartei „Postgender“ [3] sei, um grundsätzliche Diskussionen zur Frage der Beteiligung von „Frauen“ an dem Leben der Partei auszuweichen.

„Postgender“ ist nicht, wie oft in der Piratenpartei gedacht, die Verneinung der Differenz von „Mann“ und „Frau“, sondern die Überwindung derselben.

Wer akzeptiert, dass Geschlechter Soziale Kategorien und Zuweisungen sind, kann darüber nachdenken, die kulturelle Prägung, die „Geschlecht“ ausmacht, zu überwinden.

Genau das passiert in der Piratenpartei aber nicht.

Diejenigen, die wie in einem Schluckauf Exzess gefangen, immer das Wort „Postgender“ absondern und es als definitionem von Politik betrachten, definieren sich, in der Hauptsache, gleichzeitig als „Männer“.

Sie wollen „Männer“ sein, bestehen auf ihrer Identität als jene und verweisen auf das „Postgender“ sein der Piratenpartei.

Die Form des Verwirrtheitszustands ist ähnlich dem, wenn Betrunkene darauf bestehen, Nüchtern zu sein.

“…People livin‘ like they ain’t got no mamas“

Der Lieblingsspruch der Anhänger der These, die Piratenpartei sei „Postgender“ ist jener, dass „Frauen“ ja kandidieren könnten, wenn sie wollte. Das es Diskriminierung sei, wenn man sie aufgrund ihres „Frauseins“ wähle. Das „Männer“ oft einzig aufgrund ihres „Mannseins“ gewählt werden, ist bei dieser Vorstellung schlicht ausgeblendet.

Wenn Qualifizierte „Frauen“ Kandidieren, aber nicht gewählt werden so muss man sich fragen: „warum ist dies so?“.

Die eine schreiben dann, dies liegen an der Qualifikation und das die „Männer“ einfach besser seine.

Ich aber bin der festen Überzeugung, dies liegt an der Strukturellen Geringschätzung von „Frauen“ und ihrem wirken. Es liegt selten daran, dass es bessere „Männer“ gibt.

„Männer“ sind oftmals einerseits nur deshalb „Besser“, weil sie die Definitionsmacht darüber besitzen, was „besser“ ist und was nicht. Zur Not wird, per Suggestivfrage beim Grillen nochmals Gelegenheit gegeben, das Besondere der eigenen Arbeit herauszustellen.

Ich begrüße es übrigens, wenn bei kandidierenden „Frauen“ auf hohe Qualität der Argumente geachtet wird. Ich wäre nur von der Ehrlichkeit der Handelnden Überzeugt, wenn es bei Kandidierenden „Männern“ genauso wäre.

Die Frage nach der Privilegierung von „Männern“ in Gesellschaft und Piratenpartei ist in dieser Partei nie wirklich aufgeworfen und analysiert worden.

Solange es kein Bewusstsein über die Patriarchalen und Heteronormativ geprägte Struktur dieser Partei gibt wird es auch keine Änderung dieser Strukturen geben.

Es ist eine Kontroverse, die nicht wegdiskutiert oder durch Verweigerung der Wahrnehmung beseitigt werden kann.

Dieser Konflikt muss ausgetragen werden.

…I think the whole world’s addicted to the drama “

Alle Menschen, die wissen, dass die Piratenpartei „Frauen“  nicht wie bisher in wichtigen marginalisieren darf, sollten in dieser Partei dafür wirken. Wenn diese Partei so weitermacht wie bisher, wird die Strafe ihre Existenz in einer Nische der Gesellschaft sein.

Alle Menschen in dieser Partei sollten sich SELBER vor allem erst mal ernsthaft fragen, ob man sich denn wirklich dafür interessiert, warum die Piratenpartei für „Frauen“ unattraktiver ist als für andere oder ob man sich mit dem Thema nur beschäftigt, weil man das heutzutage ebenso macht.

Es muss so sein, das es bei der Suche nach geeigneten Kandidatinnen für irgendwelche Posten nicht danach gehen, wie „gut“ sie in die vorhandene Kultur passen. Es muss auch als positiv wahrgenommen werden, wen sie Veränderungsvorschläge für und Einwände gegen die vorhandene Kultur haben.

Es befürworten und sich darüber freuen, wie bei „Frauen“ Stammtischen, wenn sich Menschen in Zusammenhängen organisieren, die Gender Fragen diskutieren, denn die Ergebnisse, die da erarbeitet werden, könnten alle Menschen in der Piratenpartei weiterbringen.

Ich wünsche mir eine schlicht mehr von „weiblicher“ Kultur geprägte Piratenpartei, in der verstanden wird, das der, der „Postgender“ blökt, von der Welt nichts begriffen hat.

Zwischenüberschriften aus Black Eyed Peas- „Where Is The Love“ http://www.youtube.com/watch?v=YYsLZHsRv0k

[1] Maskulinismus bezeichnet hier die Überzeugung, als männlich erachtete Eigenschaften seien naturbedingt allem anderen überlegen, sowie die Legitimation männlicher Gesellschaftlicher Dominanz. http://de.wikipedia.org/wiki/Maskulinismus

[2] Ich bin mir bewusst, dass ich im Folgenden sehr Essentialisierend [2a] über Geschlechterverhältnisse schreibe und mich Ausschließlich im Rahmen des zwei geschlechtlichen Systeme bewege. Dennoch ist für mich der Abbau von Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern das Ziel verbunden, dass die Kategorien Mann und Frau Irgendwann bedeutungslos werden.

[2a]http://de.wikipedia.org/wiki/Essentialismus

[3] Postgender ist eine Bezeichnung für die Abschaffung von Geschlechterunterschieden http://de.wikipedia.org/wiki/Postgender

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8 Kommentare - “Keine Frau, Nirgends”

  1. Frank Heinze Says:

    Selektive Wahrnehmung nennt man das in der Psychologie. Auch „Tunnelblick“ genannt. Hier mal ein paar Fakten:

    Landesvorstand Bayern:

    Vorsitzender: Stefan ‚Sekor‘ Körner
    Stellv. Vors.: Christina Grandrath a.k.a. Spinni
    Schatzmeister: Franz Rauchfuss
    Stellv. Schatz. 1: Thorsten Forkel
    Generalsekretär: Mark Huger
    Pol. Geschäftsf.: Bruno Kramm
    Beisitzer: Astrid Semm
    Beisitzer: Nikki ‚Dyfa‘ Britz

    3 Frauen (von 8 Menschen)

    Landesliste Mittelfranken LTW:

    1. Emanuel Kotzian (Stimmkreisbewerber Nürnberg-Nord)
    40 Jahre, Verleger aus Nürnberg-Gostenhof
    2. Christina Grandrath (Stimmkreisbewerberin Nürnberg-Ost, stellv. Vorsitzende im Landesverband Bayern)
    31 Jahre, wissenschafltiche Mitarbeiterin aus Nürnberg
    3. Dominik Kegel (Stimmkreisbewerber Roth)
    28 Jahre, Student der Politik- und Sozialwissenschaften aus Roth
    4. Astrid Semm-Steinmann (Stimmkreisbewerberin Erlangen, Beisitzerin im Landesverband Bayern)
    46 Jahre, Teamassistentin aus Erlangen
    5. Christian Kubisch (Stimmkreisbewerber Nürnberger Land)
    36 Jahre, Bürokaufmann aus Altdorf
    6. Karoline Stiefel
    30 Jahre, Studentin der Medien- und Kulturwissenschaften aus Erlangen

    Platz 2/4/6 gingen an Frauen.

    Bezirkstagsliste Mittelfranken:

    1. Daniel Gruber (Stimmkreisbewerber Ansbach-Süd, Weißenburg-Gunzenhausen)
    25 Jahre, Anwendungsentwickler aus Dorsbrunn
    2. Andrea Klier (Stimmkreisbewerberin Nürnberg-Süd, Schwabach)
    42 Jahre, Bankkauffrau aus Schwabach
    3. Thomas Schmiedel (Stimmkreisbewerber Ansbach-Nord)
    50 Jahre, Handelsfachwirt aus Petersaurach
    4. Stefan Albrecht
    44 Jahre, Leiter Forschung und Entwicklung aus Pleinfeld
    5. Frank Heinze (Stimmkreisbewerber Erlangen)
    42 Jahre, Krankenpfleger aus Erlangen
    6. Eva Westrich
    22 Jahre, Studentin der Umweltsicherung aus Neustadt an der Aisch
    7. Vera Huwendiek
    43 Jahre, Sozialpädagogin aus Nürnberg

    Platz 2/6/7 gingen an Frauen.

    Diese nervenden NPD-Vergleiche stehen für sich, das mag ich gar nicht kommentieren. Musst du wissen, ob der Vergleich deiner Partei mit NPD und Catholica angemessen ist.

    Hier kann man übrigens schön über die stark begrenzte Sinnhaftigkeit von Frauenquoten etc. sprechen. Anhand des weitgehend sinnfreien Posts aus soziologisch-linguistischen Versatzstücken kann man einfach fragen: “Wie meinen? Tu mal Butter bei die Fische!”

    Die ausgeglichene Verteilung von Macht an unterschiedliche Geschlechter (also Quotierung) ist das, was unsere Klassiker einen Nebenwiderspruch nannten. Die Konzentration auf die Geschlechtsverteilungsfrage lenkt hervorragend von der Machtverteilungsfrage ab. Die Gesellschaft bzw. deren Machtverhältnisse ändern sich keinen Deut, ob man Männer oder Frauen (ich beschränke mich der Einfachheit halber mal auf die beiden hauptsächlichen Geschlechter) zu 30%, 50% oder 70% in irgendwelche Positionen bringt.
    Die Frau Vorstandsvorsitzende knechtet die abhängig Beschäftigten genau so wie der Herr CEO. Das geht auch gar nicht anders, weil beide den selben (finanz)wirtschaftlichen Regeln gehorchen müssen. In meinem Beruf (Kranken.- Altenpflege) liegen etwa 70% der Führungspositionen in Frauenhand und jede/r Mitarbeiter kann bestätigen, dass unsere Pflegedienstleitungen oder Pflegedirektionen unabhängig vom Geschlecht Angst und Schrecken verbreiten. Die gewerkschaftliche Organisation endet deswegen bei irgendwas 10%, zum Streiken werden von den Chefinnen gerne hundertfach Abmahnungen verteilt und Psychodruck auf die Belegschaft ausgeübt.
    Die Frau Professor trietzt ihre Assistentinnen und Assistenten genau so, wie der Herr Oberarzt. Oder auch nicht, das kommt aber auf die Persönlichkeit an, nicht auf das Geschlecht.
    Von daher ist Quotierung reine Lobbyarbeit für machtinteressierte Frauen. Das kann man unterstützen, sollte man aber nicht mit irgendwelchen emanzipativen Versalien versehen um sich mit der Aura des “Guten” zu schmücken.
    Wie gesagt, in meinen Augen reine Nebenkerzenwerferei, um von der tatsächlichen Machtfrage (die Eigentumsverhältnisse an Produktionsmitteln) abzulenken.
    “Als Soziologe kenne ich die unendliche Literatur der doppelten Ausbeutung der Frauen, die als Lohnarbeiterin und die doppelte als Frauen nur zu gut. Die Empirie über schlechter bezahlte Arbeit oder systemisch geringeren Arbeitspositionen sowieso. Das ist nahezu trivial. In Klammern: (Viel interessanter ist die Frage, wie die Gewerkschaften und Betriebs-und Personalräte jahrzehntelang bis heute an dieser Differenz durch das Durchwinken von Niedriglohngruppen entscheidend mitgewirkt haben) Aber, ob in einem Vorstand Frauen hocken, ob man höhere Staatspositionen mit Frauen vollstopft – In Schweden oder einem anderen skandinavischen Land waren mal die Ministerpräsidentin und fast alle Ministerinnen Frauen – , interessiert mich nicht. Ebenso nicht, dass Generalbundesanwälte und Polizeipräsidenten Frauen sein müssen. Als ob dann der Sicherheitsstaat und der Repressionsapparat ein Jota besser wäre. Heute (21.9) sagte im Deutschlandfunk der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt Haseloff er würde gegen die Frauenministerin seiner CDU im Bundesrat mit der SPD stimmen, weil die Quotierung von Aufsichtsratspositionen “parteienübergreifend”, gesamtgesellschaftlich beschlossen werden müßte. weil die Finanz- und Wirtschaftskrise ganz anders verlaufen wäre, wenn in den letzten Jahren Frauen in den Aufsichtsräten gewesen seien, weil Frauen von ihrer Natur wegen der Kinderaufzucht (?) her friedlicher und weniger gierig seien. Das ist Feminismus ältester Bauart! Für diesen Nonsense benötigt man nicht komplizierte Theoriefiguren wie die von Marx (Kapital) oder von Judith Butler, um die simple Denkart des Dr. rer. nat Haseloff zu “dekonstruieren”. Dumm ist nur, dass in der Linken leider oft dasselbe gedacht wird, wenngleich besser verschleiert.
Lass mich ein Bild nehmen: Alle Frauen, dank SPD und vorangetrieben von der PdL, würden in dem gemeinsam erreichten demokratischen Sozialismus die Verhältnisse umgekehrt haben. Also Frauen besser bezahlt als Männer, Frauen in Vorstand und Aufsichtsräten in großer Überzahl, von mir aus alle Minister in Bund und Land, auch gern alle Generäle. Was wäre dann irgendwie mit dem Kapitalismus als System im Sinne der Marxschen Analyse anders? Ja ich gestehe, ich unterscheide immer noch nach Mao Haupt- und Nebenwiderspruch, wenn es um die Überwindung des Kapitalismus geht.”
http://www.potemkin-zeitschrift.de/2012/09/24/interview-mit-manfred-lauermann-uber-heilige-kuhe-der-partei-die-linke-und-kommunismus-roh-und-gekocht/

    • kpeterl Says:

      Kurz zu den Obenstehenden Kommentaren.
      Zuerst einmal: wer Zeilen wie „3 Frauen (von 8 Menschen)“ fabriziert, sollte einfach mal in sich gehen und über die Etymologie des Wortes „Mensch“ nachlesen.
      Aufzuschreiben, wie viele Menschen wofür Kandidieren ist ja toll, nur die Realistische Einschätzung, wie viele dann auch ein Mandat bekommen, etwas anderes.
      Hinzu kommen die Bedeutung und das Prestige, das ein Mandat verspricht. Das ist wie in der Gesellschaft: überall, wo wenig Prestige geboten ist, sind Frauen stark vertreten.
      Siehe die Verhältnisse von Frauen und Männern an Grundschulen und Gymnasien.
      Dann zu einer Kernthese von dir:
      „Die ausgeglichene Verteilung von Macht an unterschiedliche Geschlechter (also Quotierung) ist das, was unsere Klassiker einen Nebenwiderspruch nannten.“
      Das diskriminieren von Menschen mag im vorletzten Jahrhundert und in Politsekten, ein „Nebenwiederspruch“ gewesen sein.
      In meiner Welt ist emanzipatorische Politik nicht möglich bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung von Unterdrückung.
      Ebenso ist der Anspruch, emanzipatorische Politik zu betreiben, ad absurdum geführt, wenn er davon ausgeht, die Verhältnisse, die heute ungerecht sind, nicht heute zu beseitigen.
      Deine Aufforderung, an ungerechten Verhältnissen nichts zu ändern, weil sie Machtstrukturen nicht antasten ist im Übrigen, verzeih mir absurd und Blöde. Natürlich will ich, dass Frauen Macht haben. Ändert sich deshalb die Welt? Nein. Wird sie gerechter? Ja, den die Diskriminierung von Menschen ist nie zu leiden.
      Auch wenn ich mich dafür einsetze, das Queer erhobenen Hauptes und gesellschaftlich geleichberechtigt in diesem Land agieren können, so weiß ich, dass dies gesellschaftliche Strukturen nicht antastet.
      Aber Strukturen, in denen Menschen ausgebeutet und z.B. wegen ihrer Sexualität Unterdrückt werden, sind eindeutig widerlicher als Strukturen, in denen Ausbeutung existiert.
      Und unter der Parole das die „Konzentration auf die Geschlechtsverteilungsfrage …hervorragend von der Machtverteilungsfrage“ ablenkt, die Geschlechterfrage zu ignorieren ist wohlfeil, nur keine Politik.
      Hier könnte man auch sagen die „Konzentration auf die Frage von Rassismus lenkt hervorragend von der Machtverteilungsfrage“ ab.
      Der Kampf gegen Rassismus und für gleiche Rechte für alle führt auch nur zu einem: Der Vorstandsvorsitzende mit dem türkischen Migrationshintergrund knechtet die abhängig Beschäftigten genauso wie der „Bio-Deutsche“ CEO. Das geht auch gar nicht anders, weil beide denselben (finanz)wirtschaftlichen Regeln gehorchen müssen.
      Hindert mich das jetzt, die Gleichberechtigung aller Menschen zu fordern und Rassismus zu dulden, weil der Kampf gegen ihn ja nichts an Machtverhältnissen Ändert?
      Sicherlich nicht.

      • Frank Says:

        Kurz zu den Obenstehenden Kommentaren.
        Zuerst einmal: wer Zeilen wie „3 Frauen (von 8 Menschen)“ fabriziert, sollte einfach mal in sich gehen und über die Etymologie des Wortes „Mensch“ nachlesen.

        <Für mich sind "Frauen" halt Teilmenge der Gesamtmenge <"Mensch".

        Aufzuschreiben, wie viele Menschen wofür Kandidieren ist ja toll, nur die Realistische Einschätzung, wie viele dann auch ein Mandat bekommen, etwas anderes.

        < Ok, aber das ist Wählersache. Einzige Alternative: Nur Fauen <auf den ersten 10 Plätzen. Dann sind sie sicher drin. Es gibt <doch eine Frauenpartei, oder?

        Hinzu kommen die Bedeutung und das Prestige, das ein Mandat verspricht. Das ist wie in der Gesellschaft: überall, wo wenig Prestige geboten ist, sind Frauen stark vertreten.
        Siehe die Verhältnisse von Frauen und Männern an Grundschulen und Gymnasien.

        <Prestige? Bei Politikern (m/w)? Da muss ich aber lachen. <Herzhaft. Die rangieren doch noch hinter <Gebrauchtwagenhändlern…..

        Zitat: Unter dem schlechtesten Image hingegen leiden immer noch Versicherungsvertreter (elf Prozent), die seit Beginn der Umfrage das Schlusslicht der Rangliste bilden. Auch Werber (15 Prozent) und Politiker (19 Prozent) bekommen von den Bundesbürgern keine guten Noten.

        Dann zu einer Kernthese von dir:
        „Die ausgeglichene Verteilung von Macht an unterschiedliche Geschlechter (also Quotierung) ist das, was unsere Klassiker einen Nebenwiderspruch nannten.“
        Das diskriminieren von Menschen mag im vorletzten Jahrhundert und in Politsekten, ein „Nebenwiederspruch“ gewesen sein.
        In meiner Welt ist emanzipatorische Politik nicht möglich bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung von Unterdrückung.
        Ebenso ist der Anspruch, emanzipatorische Politik zu betreiben, ad absurdum geführt, wenn er davon ausgeht, die Verhältnisse, die heute ungerecht sind, nicht heute zu beseitigen.
        Deine Aufforderung, an ungerechten Verhältnissen nichts zu ändern, weil sie Machtstrukturen nicht antasten ist im Übrigen, verzeih mir absurd und Blöde. Natürlich will ich, dass Frauen Macht haben. Ändert sich deshalb die Welt? Nein. Wird sie gerechter? Ja, den die Diskriminierung von Menschen ist nie zu leiden.

        <Da lasse ich einfach mal einen Dissens stehen. Sehe ich <nicht so.Die Welt wird nicht gerechter, nur homogener in der <Geschlechter-Machtverteilung. Das hat mit Gerechtigkeit <nichts zu tun.

        Auch wenn ich mich dafür einsetze, das Queer erhobenen Hauptes und gesellschaftlich geleichberechtigt in diesem Land agieren können, so weiß ich, dass dies gesellschaftliche Strukturen nicht antastet.
        Aber Strukturen, in denen Menschen ausgebeutet und z.B. wegen ihrer Sexualität Unterdrückt werden, sind eindeutig widerlicher als Strukturen, in denen Ausbeutung existiert.
        Und unter der Parole das die „Konzentration auf die Geschlechtsverteilungsfrage …hervorragend von der Machtverteilungsfrage“ ablenkt, die Geschlechterfrage zu ignorieren ist wohlfeil, nur keine Politik.
        Hier könnte man auch sagen die „Konzentration auf die Frage von Rassismus lenkt hervorragend von der Machtverteilungsfrage“ ab.
        Der Kampf gegen Rassismus und für gleiche Rechte für alle führt auch nur zu einem: Der Vorstandsvorsitzende mit dem türkischen Migrationshintergrund knechtet die abhängig Beschäftigten genauso wie der „Bio-Deutsche“ CEO. Das geht auch gar nicht anders, weil beide denselben (finanz)wirtschaftlichen Regeln gehorchen müssen.
        Hindert mich das jetzt, die Gleichberechtigung aller Menschen zu fordern und Rassismus zu dulden, weil der Kampf gegen ihn ja nichts an Machtverhältnissen Ändert?
        Sicherlich nicht.

        <Wer Geschlecht oder Herkunft eines/einer "Macht"-Habenden
        <betont, will nur von der Macht an sich ableiten auf Geschlecht <oder Herkunft. Und postuliert, mit einem Mann/einer <Frau/Albaner/Deutschem/Ghanaer an der Spitze würde die <Welt "gerechter" werden. Nach dieser Logik bräuchten wir nur <jede Menge behinderter, queerer "PoC" in Regierungen und <Wirtschaftsspitzen und alles wäre gut….
        <Emanzipativ in meinem Verständnis ist es, OHNE Ansehen <von Geschlecht oder Herkunft die Menschen nur nach ihrem <Weltbild und ihren Taten zu beurteilen. Ich wähle die Person, <die im Kopf steckt. Nicht die äussere Hülle.

  2. Frank Says:

    Kandidiert gefälligst!: Das ist die simple Aufforderung an Frauen. Nikki schreibt aktuell dazu: https://blog.addict.de/archives/1988-Kandidiert-gefaelligst!.html

    Mit dem Postgender ist es eh so eine Sache, allerdings halte ich auch von Gender nicht allzuviel. Von Geschlechtsquoten gleich gar nix. Die Fokussierung auf Erwerbsarbeit ist ein Hemmnis sondergleichen. Wir Männer müssen viel mehr Teilzeit arbeiten durchsetzen. Ich habe lange Jahre zufrieden 75% gearbeitet, bin auf Wunsch meiner Frau (die mit Kindern daheimbleiben wollte) auf 100% + Nebenjob gegangen und arbeite jetzt nach der Trennung wieder 75%. Zu meiner vollsten Zufriedenheit.

    “Frauen in die Produktion!” sei unser Schlachtruf. Damit könnten wir ev. unsere um FÜNF! Jahre kürzere Lebenserwartung (im Vergleich zu den Frauen) etwas verbessern. Weniger Erwerbsarbeit, mehr Zeit für sich, für Familie, für Kinder, für Freunde. Gleichberechtigung ist
    am nachhaltigsten und einfachsten durch equal pay zu erreichen. Nicht durch Binnen-Is oder Grabenkämpfe zwischen den Lobbygruppen von Frauen, Männern und Queer-Menschen.

    ++++++FaktenFaktenFakten+++++++++++

    Vorstand des Landesverband Bayern

    Vorsitzender: Stefan ‚Sekor‘ Körner
    Stellv. Vors.: Christina Grandrath a.k.a. Spinni
    Schatzmeister: Franz Rauchfuss
    Stellv. Schatz. 1: Thorsten Forkel
    Generalsekretär: Mark Huger
    Pol. Geschäftsf.: Bruno Kramm
    Beisitzer: Astrid Semm
    Beisitzer: Nikki ‚Dyfa‘ Britz

    Fact: 3 von 8 Menschen sind Frauen.

    Wahlkreisliste für die Landtagswahl, Mittelfranken:

    1. Emanuel Kotzian (Stimmkreisbewerber Nürnberg-Nord)
    40 Jahre, Verleger aus Nürnberg-Gostenhof
    2. Christina Grandrath (Stimmkreisbewerberin Nürnberg-Ost, stellv. Vorsitzende im Landesverband Bayern)
    31 Jahre, wissenschafltiche Mitarbeiterin aus Nürnberg
    3. Dominik Kegel (Stimmkreisbewerber Roth)
    28 Jahre, Student der Politik- und Sozialwissenschaften aus Roth
    4. Astrid Semm-Steinmann (Stimmkreisbewerberin Erlangen, Beisitzerin im Landesverband Bayern)
    46 Jahre, Teamassistentin aus Erlangen
    5. Christian Kubisch (Stimmkreisbewerber Nürnberger Land)
    36 Jahre, Bürokaufmann aus Altdorf
    6. Karoline Stiefel
    30 Jahre, Studentin der Medien- und Kulturwissenschaften aus Erlangen

    Fact: Platz 2/4/6 sind Frauen

    Wahlkreisliste für die Bezirkstagswahl, Mittelfranken:

    1. Daniel Gruber (Stimmkreisbewerber Ansbach-Süd, Weißenburg-Gunzenhausen)
    25 Jahre, Anwendungsentwickler aus Dorsbrunn
    2. Andrea Klier (Stimmkreisbewerberin Nürnberg-Süd, Schwabach)
    42 Jahre, Bankkauffrau aus Schwabach
    3. Thomas Schmiedel (Stimmkreisbewerber Ansbach-Nord)
    50 Jahre, Handelsfachwirt aus Petersaurach
    4. Stefan Albrecht
    44 Jahre, Leiter Forschung und Entwicklung aus Pleinfeld
    5. Frank Heinze (Stimmkreisbewerber Erlangen)
    42 Jahre, Krankenpfleger aus Erlangen
    6. Eva Westrich
    22 Jahre, Studentin der Umweltsicherung aus Neustadt an der Aisch
    7. Vera Huwendiek
    43 Jahre, Sozialpädagogin aus Nürnberg

    Fact: Platz 2/6/7 sind Frauen

    Fact: Nahezu alle überhaupt antretenden Frauen werden auch gewählt. Wenn sie überzeugend und kompetent auftreten.

  3. Brunnie Says:

    Der obere Teil beinhaltet einen Persönlichen Angriff auf mich wegen meiner offensichtlichen Legasthenie und wird deshalb nicht freigeschaltet.
    …….
    Ich würde dich stattdessen nicht wählen, weil deine These einfach Unsinn ist.

  4. Frank Says:

    Leider gehen hier die Formatierungen kaputt. 😦


  5. […] Alles über Hohle Köpfe « Keine Frau, Nirgends […]

  6. David Says:

    Es ist jetzt ungefähr zwei Wochen nach Veröffentlichung obigen Blog-Artikels.

    Wegen der aktuellen Meinungsverschiedenheiten zwischen Johannes Ponader und anderen in der Führungsspitze der Piratenpartei sind die Umfragewerte rapide gefallen.

    Daher ist jetzt eine grundlegende Umorientierung der Piratenpartei erforderlich, auch zugunsten von Behinderten.

    Ich bin Mann, 50, homosexuell und habe eine Behinderung, die sich vor allem sozial auswirkt.

    Ich wurde bei der Aufstellung für die Kandidatur zum Bundestags-Direktmandat in meinem Wahlkreis von dem anderen Bewerber geschlagen.

    Das ist nicht ungewöhnlich, weil der jetzt aufgestellte Kandidat viel mehr politische Erfahrung als ich hat, auch schon – vor den Piraten – in einer anderen Partei.

    Die Besonderheit jedoch ist, dass ich einstimmig geschlagen wurde.

    Dies lässt mich vermuten, dass neben dem hier beklagten „Maskulinismus“ auch sonst starke Ablehnung Andersartiger in der Piratenpartei vorhanden ist.

    Der jetzt aufgestellte Kandidat wirkt, wie ich es empfinde, sehr unauffällig, „mainstream“-artig, aber:

    aber wenn wir Piraten nur eine „andere SPD“ oder „andere Linke“ sein wollen, werden wir nicht weit kommen. So sehe ich das.

    David

    http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:JanDavid


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