Jeden Tag einen schlechter Antrag, Tag 4: P020 – Piratenpartei gegen Linksextremismus

Wie am 05. November angekündigt, werde ich bis zum 23. November Jeden Tag einen schlechten Antrag besprechen. Heute ist es

P020 – Piratenpartei gegen Linksextremismus

Worum geht es?

Darzustellen, das die Piratenpartei eine Partei im Sinne des Grundgesetzes ist.

Außerdem darum, das sie Politik auf Grundlage der Akzeptanz und der „aktiven, politischen Verteidigung der Freiheitlich-Demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland“ [1] betreiben soll.

Außerdem soll die Piratenpartei „Politischen Positionen von linksextremen Parteien und Organisationen … mit allen demokratisch und juristisch legitimen Mitteln entgegen“ treten. [1]

Außerdem wird erklärt, das die Piratenpartei mit Anhängern verschiedener Ideologieschulen wie „1. Kommunismus. 2. Sozialismus. 3. Zentralstaatliche Planwirtschaft. 4. Sonstige kollektivistische und freiheitsfeindliche Utopien.“ nicht zusammenarbeitet.

Was spricht dafür:

Was, Bitte, soll für einen Antrag sprechen, der unreflektierten Antimarxismus zur Parteidoktrin erheben will?

Was spricht dagegen:

Was soll man schreiben? Reicht: „Ein Antrag, der viele Worte, von deren Inhalt er keine Ahnung hat, benutzt.“ nicht?

Ok. also, über die ersten zwei Sätze in den Antrag, der Bezug aufs Grundgesetz und das reden über die „Freiheitlich Demokratische Grundordnung“ sollte man gar nicht erst reden. Die Anerkennung der „Freiheitlich Demokratische Grundordnung“ ist schlicht Bedingung für die Teilnahme aller politischer Parteien am politischen Leben.

Wunderlich ist das Geschwurbel von den „juristisch legitimen Mitteln“, mit denen die Piratenpartei „linksextremen Parteien“ entgegentreten soll.

Oder soll ich hier froh sein, das der Antrag klarstellt, das Prügel und Steine NICHT von der Piratenpartei als Mitte der Auseinandersetzung gewählt werden sollen?

Wobei ich mich Frage, was in einem Antragssteller vor sich geht, wenn er meint, betonen zu müssen, das er nur juristisch legitime Mittel gegen andersdenkende einzusetzen gedenkt?

Das der Antrag das mit den Kollektiv [2] nicht verstanden hat, macht er deutlich klar. Ein Kollektiv ist letztendlich jede Art von Gemeinschaft. Zu einem Kollektivistischen Normensystem gehört zum Beispiel auch das Predigen von Liebe, dieses in religiösen und familiären Kollektiven.

Auch im Grundgesetz kommen Kollektivistische Ideen vor, so in Art. 14, „Eigentum verpflichtet“.

Im Übrigen ist es bezeichnend für den unausgegorenen und platten Antimarxismus des Antrags, zu tun als wären Kommunismus und Sozialismus die einzigen politische Ideologien des Kollektivismus. Natürlich gehören zum Kollektivismus auch Nationalismus und der Nationalsozialismus. Ebenso wie das Christentum in der Form der Mönchs Kollektive und der Buddhismus in Form der Klöster Kollektive.

Hieran sieht man das der Begriff Kollektivismus verschiedenste Ideologien vereinigt, die sich wesentlich voneinander unterscheiden. Übrigens: Auch Altruismus [3] kann Kollektivistische Grundlagen haben. Der Antragssteller weiß von solchen Differenzierungen nichts, denn er will nicht Differenzieren. Er kann es nicht , weil er vor Verblendung nicht Argumentiert sondern Aggitiert.

Man könnte noch viele Worte über diesen Antrag verlieren.

Gleich egal wie viele Worte ich noch schreiben würden, sie handelten nicht von Sinn, den in diesem Antrag ist kein Sinn, nirgends.

Fazit:

Was wohl? Absolut dagegen!

 

Nachbemerkung zur Aktion #JedenTagEinAntrag:

Die Erfinderin der Aktion #JedenTagEinAntrag , @schwarzblond , hat an Tag 3 PA087 – Kalte Progression besprochen

@_noujoum hat sich heute, wie letzte Nacht schon erwähnt, NEU-Bewertung der Blutspende-Ausschlusskriterien durch Bundesärztekammer gewidmet.

@DanielaKayB hat heute SÄA038: Reform der Schiedsgerichtsordnung erläutert.

@Mtaege hat heute den Antrag PA089 – Mehr Chancengleichheit im Bildungssystem besprochen.

Neu hinzugekommen ist @elzoido . Er hat sich PA505 – Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wird zum Bundesministerium für gesellschaftliche Ordnung Vorgenommen. Nein, vernichtet ist besser.

Der @nplhse macht auch bei jeder Tag ein Antrag mit und hat sich am Tag 2 ebenfals den Blutspendenantrag PA-174 Neubewertung Ausschlusskriterien der Blutspende positiv besprochen.

Besonders erwähnen möchte ich noch, das @DanielaKayB auf http://nordlicht-development.de/blog/ eine Übersicht veröffentlicht. #JedenTagEinAntrag Inhaltsverzeichnis

@schwarzblond hat eine eine Tabelle der Beiträge erstellt.

Der @KollegeJansen hat heute unter Jeden Tag ein Antrag eine Besprechung der Aktion veröffentlicht, und erklärt, worum es geht und warum das ganze wichtig ist.

Von mir bisher besprochen:

Jeden Tag einen schlechter Antrag, Tag 1:

PA009-Leugnung von Völkermord nicht unter Strafe stellen und PA021-Streichung der Absätze 3 und 4 des §130 STGB (Straftaten unter dem Nazi-Regime)…

Jeden Tag einen schlechter Antrag, Tag 2:

PA075 – Gemeinsames Sorgerecht

Jeden Tag einen schlechter Antrag, Tag 3:

PA174 – NEU-Bewertung der Blutspende-Ausschlusskriterien durch Bundesärztekammer

Quellen:

[1] P020 – Piratenpartei gegen Linksextremismus 

[2] Kollektiv

[3] Altruismus

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4 Kommentare - “Jeden Tag einen schlechter Antrag, Tag 4: P020 – Piratenpartei gegen Linksextremismus”


  1. […] Jeden Tag einen schlechter Antrag, Tag 4: P020 – Piratenpartei gegen Linksextremismus « … on #JedenTagEinAntrag – Inhaltsverzeichnis […]


  2. […] Wie am 05. November angekündigt, werde ich bis zum 23. November Jeden Tag einen schlechten Antrag besprechen. Heute ist es P020 – Piratenpartei gegen Linksextremismus. Worum geht es?  […]

  3. apocalypse2012 Says:

    Der erste „Mensch“, der eine willkürliche Grenze zwischen den Menschen gezogen hat („ich Jude — Du Muslim!“), hat ein noch schlimmeres Verbrechen begangen als jener Rousseausche „Mensch“, der zum Zwecke seines Landbesitzes einen Pflock in den Erdboden gerammt hat…

    Ohne Juden hätte es keine Faschisten gegeben – wenn die „Juden“ früh genug gemerkt hätten, dass der Begriff „Jude“ lediglich eine willkürliche soziale Grenzziehung ist und es eigentlich keine „Juden“ gibt.

    Das erfolgreichste Mem (Ideologie) aller Zeiten war die „jüdische Kultur“, denn von ihr hängen alle heutigen Ideologien ab: Christen, Muslime, Protestanten, Kapitalisten, Marxisten, Nazis, Hollywood etc. – und keiner merkt, dass er ein Sklave dieser 2000jährigen jüdischen Tradition ist.

    Darum: Durchbrecht diesen jahrtausendealten Teufelskreis und seid nicht mehr die Sklaven dieser „jüdischen Tradition“ und „Schriftgläubigkeit“: Juden > Christen > Kapitalisten > Kommunisten > Nazis > …

    Zum Glück sind die heutigen Jugendlichen nicht mehr schriftgläubig und wollen auch keine Bücher und damit auch keine wissenschaftlichen, juristischen und „historischen“ Ideologien („die Geschichte“, „die Juden“, etc. etc.) mehr lesen, sondern wollen nur noch einen guten mündlichen Dialog haben…
    Die schriftlose Revolution wird kommen!

    PS: Ich bin schon längst unterwegs — und perfekt im Zeitplan…

    • kpeterl Says:

      Ich habe es einfach mal Veröffentlicht, damit man mal sieht, was für antisemitischen Dreck und welch intellektuelle Ödnis ich täglich zugemutet bekomme.


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