Jede Jeck ist anders, aber das ist keine Entschuldigung

Die Koordinatoren der Queeraten haben die Relativierung der Leiden von Menschen in den Konzentrationslagern, KZ, KL oder wie auch immer des Nazi Regimes auf der ML der Kölner Piratenpartei nicht mehr ertragen.

Waren es in der Vergangenheit Homophobe Evangelikale Christen, die sich in NRW Lauthals Homophob zu Wort meldeten, sind es jetzt Relativerer, die die Queer in der Piratenpartei verzweifeln lassen.

Die Mitglieder der Ag haben die Koordinatoren der Queeraten beauftragt, die untenstehende Mail zu verfassen.

Ich bin kein Koordinator der Ag Queeraten, ich Dokumentiere die Mail:

Wir sind gerne Teile der Piratenpartei.

Es gibt aber Zeiten und Orte, an denen wir uns in unserer Partei nicht wohl fühlen.

Wir alle werden in unserem Leben mit Diskriminierung konfrontiert.

Dass uns das im alltäglichen Leben geschieht, ist für uns Normalität und Gewohnheit.

Wir werden mit Homophobie und anderen Formen von Diskriminierung, der Ablehnung durch andere Menschen konfrontiert, weil diese Gesellschaft nicht erkennt, was sie sich letztlich selber damit antut.

Das wissen und ertragen wir, weil wir als Minderheit alleine nicht wirkungsmächtig genug sind, diesen Zustand zu ändern.

Die Piratenpartei möchte an diesem Punkt anders sein. Sie möchte ein Ort sein, in dem wahre Inklusion herrscht, in der wir wir selbst sein können.

In den meisten Fällen unseres Erlebens und Wahrnehmens der Piratenpartei ist es auch so. Es gibt aber Ausnahmen die uns große Sorgen machen.

In Köln nehmen diese Vorkommnisse seit einiger Zeit zu.

Wir wünschen und kämpfen für wahre Inklusion, weil wir nur mit ihr wir selbst sein können. Aber wir unterstützen Inklusion nicht, wenn sie das Falsche will.

Wir Queeraten verwahren uns dagegen, dass uns von einzelnen Parteimitgliedern vorgeworfen wird, das wir, indem wir mit vielen Mitgliedern der AG in #Bongs gegen den PA048 automatisch für Exklusion gestimmt haben.

Indem auf Mailinglisten darüber diskutiert wird, ob bestimmte Orte im Nahen Osten als “prison camps”, also als Straflager oder gar als Konzentrationslager einzustufen sind, werden Grenzen überschritten, die uns an einzelnen Piraten zweifeln lassen.

Wir verwahren uns dagegen, dass die Leiden auch der 10.000 bis 15.000 in Konzentrationslager verschleppten schwulen Männer in der Zeit des Nationalsozialismus, von denen Tausende einen elendigen Tod starben, durch unangemessene Vergleiche herabgewürdigt werden.

Wir weisen darauf hin, das Orte wie Gaza für sexuelle Minderheiten zu den gefährlichsten Orten auf der Welt gehören. Dort werden z.B. Schwule, einfach nur weil sie sind was sie sind, von den Mördern der Hamas getötet. Einer der Gründe, warum die Hamas-Mörder und ihre Sympathisanten weltweit den Staat Israel hassen, ist auch die liberale Politik Israels Schwulen, Lesben und Transsexuellen gegenüber.

Wir wünschen uns, das wir zusammen eine Stimmung in der Piratenpartei schaffen, in der sich Betroffene von Diskriminierung, z.B. von homophoben und antisemitischen Äußerungen, ohne Scheu und ohne zu Zögern gegen solche Äußerungen zur Wehr setzen können und dass auch nicht direkt Betroffene sich aufgerufen fühlen, von sich aus diskriminierenden Äußerungen entgegen zu stehen.

Lasst uns allen Menschen klar machen, dass es viele Orte gibt, an denen Diskriminierung unwidersprochen bleibt. Die Piratenpartei gehört nicht dazu!

Lasst uns allen Menschen klar machen, dass Diskriminierung keinen Platz bei uns hat.

Lasst uns hiermit aussprechen und zeigen, dass jeder der sich gegen Diskriminierung wendet, unsere Unterstützung hat und sich unter Piraten wohl fühlen kann.

Die Koordinatoren der Bundes AG der Queeraten

Ali, Ralf, Roman, Mike“ [1]

[1] Stellungsnahme der Bundes AG Queeraten

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